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Ja ich will! – Aber wie?

 Eine elementare Frage die sich vor jeder Hochzeit stellt ist „Wie heirate ich eigentlich – welche Arten der Trauung gibt es?“

Ob evangelisch, katholisch, ökumenisch, muslimisch oder buddhistisch – jede Art der Trauung hat ihren ganz eigenen Charme.

Doch welche ist die richtige für euch? Sprecht ganz offen miteinander und entscheidet gemeinsam welche am Art der Trauung am besten zu euch passt.

Standesamtliche Trauung – recht nüchtern – aber notwendig!

Fast jeder Start in die Ehe bedarf der vorherigen standesamtlichen Trauung. Die „Anmeldung zur Eheschließung“ kann frühestens 6 Monate vor eurem Wunschtermin erfolgen. Hier gil es zu beachten, dass wenn Ihr einen speziellen Wunschtermin habt, der sehr beliebt ist (beispielsweise der 18.08.2018), solltet Ihr schnell sein, da diese Termine häufig sehr schnell (innerhalb weniger Stunden) vergeben sind.

Die standesamtliche Trauung bildet, wie zu Beginn erwähnt, das rechtliche Fundament für die Hochzeit.

Die reine kirchliche oder freie Trauung reicht nicht aus!

Die wichtigen Unterlagen die zur Anmeldung nötig sind werden hier im folgenden genannt:

  • Reisepass oder Personalausweis (bei Anmeldung und am Tag der Trauung gültig)
  • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister (wenn das Standesamt der Trauung nicht Ihr Geburtsstandesamt ist)
    > Geburtsstandesamt liegt im Ausland: Übersetzung eines staatl. anerkannten Übersetzers
  • Neu ausgestellte Aufenthaltsbescheinigung (in der Regel nur für die Person, die nicht am Ort des Standesamtes gemeldet ist)

Am Tag der Eheschließung solltet Ihr dann ca. 15-20 Minuten vor Beginn der Trauung im Standesamt eintreffen, um die Anmeldung zu bestätigen.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Anmeldung: ca. 50€

Gebühren für die beglaubigten Kopien der Dokumente: ca. 12 €

Kosten für Familienstammbuch: ca. 15-30€

Kosten für die Raumnutzung (individuell nach Standesamt)

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Bräuche wie viele Sie kennen, zum Beispiel das Werfen von Reis oder Blumenblättern werden häufig wegen der auftretenden Verschmutzung untersagt.

Ein Tipp von uns: Seifenblasen* nutzen!

Evangelische Trauung

Die evangelische Kirche geht das Thema Hochzeit oft etwas lockerer an als die katholische Kirche, dafür sind die Kirchen nicht so prachtvoll gestaltet wie manche katholische Kirche. Ist euer Partner katholisch benötigt dieser eine Genehmigung seiner Kirche um sich protestantisch/evangelisch Trauen zu lassen. Dies solltet Ihr im Hinterkopf haben, wenn Ihr verschiedenen Konfessionen angehört.

Katholische Trauung

Auch für die katholische Trauung muss mindestens ein Partner getauft sein, der versichert, den Glauben in der Familie weiterzuführen. Die Zeremonie ist in der Regel länger als bei der evangelischen Trauung und kann bis zu 1,5 Stunden dauern. Ihr könnt dabei zwischen einem Wortgottesdienst und einer Eucharistiefeier entscheiden.

Ökumenische Trauung

Eine ökumenische Trauung ist geeignet, wenn Ihr verschiedene christliche Konfessionen habt, also der eine Partner katholisch, der andere evangelisch getauft ist. Es kann entschieden werden, ob Ihr eine evangelische oder katholische Trauung wollt. Pfarrer und Priester sind mitwirkend tätig. Je nachdem für welche Konfession Ihr euch letztendlich entscheidet ist der eine oder der andere Geistliche der „Zeremonieführer“.

Falls Ihr euch für die evangelische Variante entscheidet benötigt auch hier der katholische Partner eine Erlaubnis des Gemeindepfarrers.

Freie Trauung

Wie der Name schon verrät findet die freie Trauung ohne kirchliche Bindung statt. Diese Form ist im Moment besonders im Trend, da gleichgeschlechtliche Paare, geschiedene und konfessionslose auch problemlos heiraten können. Auch den Räumlichkeiten sind keine Grenzen gesetzt, ob im freien auf eine Wiese oder im Wald; in einem Schloss oder einer kleinen Kapelle; auf einem Schiff oder in einer Tropfsteinhöhle – wichtig ist, dass Ihr euch wohlfühlt und der Ort für euch etwas besonderes darstellt. Ihr könnt bei der freien Trauung außerdem zwischen einem Redner für eure Hochzeit und einem Theologen wählen.

Hier die Vorteile der freien Trauung auf einen Blick:

Jeder und jede kann sich das Ja-Wort geben

Der Ort ist frei wählbar

Die Zeremonie hat keine vorgeschriebenen Abläufe

Es ist persönlicher und individueller

Eine Zeremonie für das „Zweite – Ja!“ wird ermöglicht

Rituale aus anderen Kulturkreisen können ohne Probleme eingebracht werden